Trotzdem wurden die weißen Hunde 1933 endgültig von der
Zucht ausgeschlossen.
Zum Glück ließen sich Züchter in Amerika und Kanada
von diesem Verbot nicht beeindrucken und bewahrten diese wundervollen
Hunde vor dem Aussterben. mehr noch: Besonders durch die
Rin-Tin-Tin-Filme wuchs die Popularität dieser edlen Hunde und
schließlich wurden Meinungen laut, dass es sich hierbei um eine
eigenständige Rasse handelt. Doch in den Vorständen der etablierten
Vereine vertat man die Auffassung, dass es sich hierbei um Deutsche
Schäferhunde handelt. Lediglich mit weißer Farbe.
Erst nach fast vierzig Jahren kamen die Weißen
Schäferhunde auf den europäischen Kontinent zurück. Im Jahr 1972
begann man in der Schweiz mit der Reinzucht von Weißen Schäferhunden.
In seine ursprüngliche Heimat Deutschland kam der Weiße gar erst 1982.
Mit dem Zuchtpaar Champion von Kron und Krons Rani
von Finn wurde dort die die organisierte Reinzucht begonnen. In
Österreich werden Weiße Schäferhunde seit 1989 gezüchtet.
Etwas kurios ist die Entstehung des Namens dieser
Rasse. In Amerika und Kanada als Weißer Deutscher Schäferhund bekannt,
stieß der Name bei den Offiziellen des SV auf Ablehnung. Deshalb
wurden die Hunde zunächst in "Amerikanisch-Canadische Weiße
Schäferhunde" umbenannt. Mit diesem Namen wollte man die
internationale Anerkennung der Rasse durch die FCI (Federation
Cynologique International - Weltorganisation für das Hundewesen)
erreichen. Eine Anerkennung unter diesem Namen ist aber nicht möglich,
da weder der amerikanische, noch der kanadische Kennel-Club Mitglieder
der FCI sind. Und nur das Ursprungsland kann einen Antrag auf
Anerkennung stellen.
Von seinen deutschen „Verwandten“ hat sich der
Weiße Schäferhund im Laufe der Jahrzehnte anatomisch und wesensmäßig
deutlich entfernt. Deshalb ist er seit 1991 in der Schweiz als neue
Rasse unter dem Namen „Weißer Schäferhund“ anerkannt. Holland,
Dänemark, Schweden, Finnland und Tschechien folgten diesem Beispiel
und registrieren heute ebenfalls Weiße Schäferhunde.
Am 26. Juni 1999 erfolgte in Österreich die
nationale Anerkennung der Weißen Schäferhunde als eigenständige Rasse
durch den Österreichischen Kynologenverband (ÖKV).
2003 wurde der Weiße Schäferhund dann von der FCI
als Berger Blanc Suisse ( Weisser Schweizer Schäferhund )
vorübergehend anerkannt.
2011 erfolgte die endgültige Anerkennung der FCI
unter dem Namen Berger Blanc Suisse (Weisser Schweizer Schäferhund)